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Werfen lernen

Für Einsteiger



Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.



Über dieses Thema sind schon so viele Bücher geschrieben worden ( mehr unter "Literatur" ) das ich es hier nur ganz einfach und übersichtlich beschreiben möchte.
Es geht schon mit der "Glaubensfrage" los: Welchen Stil werfe ich.
In den "Alpenländern" wird der Gebetsreuther Stil als der einzig wahre angepriesen.
Vereinfacht gesagt: Beim Rückschwung ( siehe unten ) wird die Schnur unter der Rute nach hinten geführt, beim Vorschwung ( siehe unten ) darüber. Der Zeigefinger liegt gestreckt auf dem Griff.
Beim "Englisch / Amerikanischen" Wurfstil wird die Schnur bei Vor- und Rückschwung über die Rute geführt. Die Rute wird ähnlich eines Hammers beim Nageleinschlagen in die Wand gehalten. Jeder dieser beiden Stile hat seine Vor- und Nachteile.
Ich werfe fast ausschließlich Englisch.

So, jetzt ans eingemachte:

Alles fängt mit dem Überkopfwurf an. Er gehört zu den sog. Basiswürfen und sollte schon einigermasen beherrscht werden, denn darauf baut eine Vielzahl anderer Würfe auf.
Stellt Euch eine Uhr vor:
Wichtig ist der Bereich von 11.00 bis 13.00. Bei 11.00 wird vorne gestoppt , bei 13.00 hinten.
Also: Schnur vom Wasser abheben ( Schnurlänge ca. 7 - 10 m ), Rute nach hinten beschleunigen ( erst langsam, dann schneller ) und bei 13.00: STOP. Durch diesen Stop richtet sich die Rute wieder in eine gerade Position und überträgt die Kraft auf die Schnur. Dadurch wird diese gestreckt. Nun wird gewartet bis sie in der waagerechten ist. Diesen Punkt gilt es exakt zu "spühren". Darum bin ich der Meinung das man als Einsteiger ruhig eine Schnurklasse höher werfen sollte, denn so erkennt man diesen Punkt leichter.
Wenn sich die Schnur gestreckt hat beginnt der Vorwurf. Dieser endet bei 11.00 mit einem STOP. Die Rute entläde sich ( stellt sich wieder in die senkrechte ) und die Schnur wird nach vorn beschleunigt.
Hört sich leichter an als es ist !
Wird 11.00 vorne, bzw. 13.00 nicht beachtet wirft man entweder in den Himmel oder viel zu früh aufs Wasser ( vorne wie hinten ). Ebenso wird man keine Schnurgeschwindigkeit ( und somit auch keine gestreckte Schnur ) erreichen wenn man nicht exakt auf die beiden STOPS achtet.
Wie gesagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Hier hilft nur üben, üben und wieder üben. Das Gefühl für Rute und Schnur wird sich einstellen und die ersten erfolgreichen Würfe werden nicht lange auf sich warten lassen.
Am allerbesten ist es sich diese Technik zeigen zu lassen.
Aufbauend auf diesen Basic-Wurf folgen eine Vielzahl von weiteren Würfen: Rollwurf, Switchcast, Reachcast, Arbeitswinkelverlagerungen uvm.
Wie gesagt: man lernt immer dazu.


"Aktualisiert am 17 Aug 2017" | bertl@tight-lines-flyfishing.de

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